Zahlreiche Verbraucher erlebten in den letzten Wochen eine böse Überraschung. Sie hatten die ihnen altbekannte Auskunftsnummer 11861 der Deutschen Bahn AG angerufen und nun eine hohe Rechnung bekommen.
Was war passiert? Vor etwa einem Jahr hatte die Deutsche Bahn AG ihre alte Auskunft 11861 abgeschaltet und dafür eine neue Nummer eingeführt.
Die 11861 ruhte zunächst, wurde dann aber von der Bundesnetzagentur wieder freigegeben und von dem bekannten Telekommunikationsdienstleister "01018 GmbH" erworben.
Wenn auskunftssuchende Bahnreisende nun ihre alte, bekannte Nummer 11861 anrufen, wird man mit einem Callcenter dieser Firma verbunden, die den Verbraucher mit dem Reisecenter der Deutschen Bahn verbindet. Die Kosten von 1,99 € pro Minute laufen dabei weiter.
Eine Preisansage erfolgt dabei leider nicht. Die Verpflichtung zur Preisansage besteht erst ab einem Minutenpreis von 2 Euro. Gleichwohl bleibt die Vorgehensweise der "01018-GmbH" aus Sicht der Verbraucherzentrale zumindest fragwürdig.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt im konkreten Fall, nur noch die aktuelle Auskunftsnummer (01805/996633) der Deutschen Bahn anzurufen, hier kostet die Minute nur 14 Cent.
Sollten die Verbraucher eine Servicenummer anrufen, die mit den Ziffern 118 beginnen, sollte darauf geachtet werden, ob ein Preishinweis erfolgt. Erfolgt dieser nicht, sollte sofort nachgefragt werden, was das Gespräch pro Minute kostet.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
