Shopping vom Fernsehsessel aus – für viele Verbraucher eine bequeme Art, sich Kleidung, Haushaltsgeräte oder Schmuck zu kaufen. Zu den Geschäftspraktiken der Teleshop Versandhandels AG aus Liechtenstein gehen bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein derzeit jedoch vermehrt Beschwerden ein.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Einige Verbraucher berichteten, die bestellte Ware nie erhalten zu haben. Andere wiederum bekamen nach Rücksendung der Ware nicht den vollen Kaufpreis zurück. Dort hieß es: "Das Produkt war bei der Rücksendung in einem so schlechten Zustand, dass sein Wert um 100% gemindert ist und von uns nur noch entsorgt werden kann." Aus Kulanz wurde dann lediglich ein Bruchteil des Kaufpreises erstattet.
Als weiterer Stein des Anstoßes sind die versteckten Zusatzkosten wie Zahlscheinentgelte, Transportversicherungen sowie Kreditkarten- oder Handlingsgebühren zu nennen, auf die nur im Kleingedruckten hingewiesen wird. Oft sind die Kosten für diese Gebühren höher als der eigentliche Warenwert.
Will der Kunde seinen Einkauf zurückgeben, ist es ratsam, die Widerrufserklärung per Einschreiben an Teleshop zu senden. Die von der Teleshop Versandhandels AG verlangte Rücksendungsnummer braucht man jedoch nicht angeben. Diese ist ohne hin nur über eine 0900-er-Nummer zu erfragen. Hierbei können Telefonkosten von teilweise über € 50,- entstehen. Das ist Abzocke und soll den Verbraucher wohl vom Widerruf abhalten.
Bei dem Liechtensteiner Amt für Handel und Transport (AHT) häuften sich unterdessen die Beschwerden so sehr, dass dieses der Teleshop Versandhandels AG Auflagen erteilt hat. So müsse z.B. deutlicher als bisher dem Kunden der Endpreis inklusive aller Nebenkosten genannt und auch die Rückabwicklung einfacher gestaltet werden.
Eine persönliche Beratung auch zu diesem Thema gibt es bei den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.
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