Leider ist das Blatt Papier zu einer Selbstverständlichkeit geworden, dessen Herkunft nur selten hinterfragt wird.
Von den jährlich 200 Millionen verkauften Schulheften in Deutschland sind nur rund 5 Prozent aus Recyclingpapier hergestellt. Dabei ist die Ökobilanz von Recyclingpapier weitaus besser zu bewerten als die von Frischfaserpapier. Der Rohstoff für die Recyclinghefte, das Altpapier, liegt quasi vor der Tür. Die Produktion ist wesentlich umweltverträglicher, es wird deutlich weniger Holz, Energie und Wasser verbraucht. Zum Vergleich: Für die Herstellung von 1 kg Recyclingpapier werden 5 bis 10 Liter Wasser verbraucht. Für die gleiche Menge Frischfaserpapier beträgt der Wasserverbrauch bis zu 1000 Liter.
Recyclingpapier gibt es mittlerweile in Form zahlreicher Papierartikel von Briefpapier, Schulheften und Umschlägen, über Kopier- und Schreibpapier bis hin zu Kalendern und Notizbüchern. Sie lassen sich hervorragend beschreiben, bedrucken und bekleben und sind in vielen verschiedenen Helligkeitsgraden erhältlich.
Erkennen lassen sich umweltfreundliche Papierprodukte an den Siegeln "Blauer Engel" und "ÖKOPAplus". Diese gewährleisten, dass die Herstellung aus 100 Prozent Altpapier erfolgt und somit keine Frischfasern für die Herstellung verwendet werden.
Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein bietet Schulklassen der Jahrgangsstufen 3 und 4 eine kostenlose 90 minütige Unterrichtseinheit zum Thema Recyclingpapier an. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer können sich bei Frau Struck unter der Nummer 0431/590 99 172 über die Inhalte der Veranstaltung informieren.
Mehr Informationen zum Thema Recyclingpapier finden Sie auch auf unserer Homepage
www.verbraucherfuersklima.de. Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
