Abgepackte Früchtetees in Beuteln bestehen nach Beobachtungen der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein selten aus den Zutaten, die der erste Eindruck vermuten lässt. Name des Produktes und dazugehörige Abbildungen stimmen nicht mit der Zutatenliste überein.
Der Etikettenschwindel besteht unserer Meinung nach darin, dass der Gesamteindruck vieler Produkte dem Verbraucher etwas vormacht, was er nicht wirklich erhält. Kirsch-Banane-Tee mit Abbildungen köstlicher Kirschen und Bananenstückchen, im Johannisbeer-Kirsch-Tee oder Sonnenfrüchte-Tee mit ebenso verlockenden Fruchtabbildungen erwarten die Verbraucher nach unseren Erfahrungen diese Früchte als echte Zutat und nicht nur in Form synthetischer Aromastoffe.
Die meisten Früchtetees – egal wie sie heißen – enthalten als Hauptzutaten Äpfel, Hagebutte und Hibiskus. Brombeerblätter und Säuerungsmittel sind weitere beliebte Zutaten. Daran ist im Prinzip nichts auszusetzen, diese Zutaten sind durchaus für ein durstlöschendes Getränk geeignet. Aber Produktname - die sogenannte Verkehrsbezeichnung- und die Abbildungen lassen ganz andere Inhaltsstoffe vermuten. Die appetitlichen Früchte auf der Verpackung sind meist nur in Form von Aromen enthalten, allerdings stammen diese selten aus der Frucht selbst, sondern sind meist synthetisch hergestellt. Der Hinweis auf die Aromatisierung erfolgt oft unscheinbar am Rande.
Die Verbraucherzentrale fordert Verbesserungen im Kennzeichnungsrecht, aber vorerst bleibt nur der Tipp, der Irreführung vorzubeugen und das "Kleingedruckte", nämlich die Zutatenliste gründlich zu lesen.
Stand: 01.02.2010
