Viele Kunden haben vor Wochen mit Schrecken die Nachricht der KarstadtQuelle-Insolvenz zur Kenntnis genommen. Mit Schrecken vor allem deswegen, weil mit dieser Insolvenz auch etwaige Garantieversprechen ins Leere gehen.
Der Insolvenzverwalter, Herr Dr. Klaus Hubert Görg, der bereits so bekannte Unternehmen wie Holzmann oder die Kirchgruppe durch das Tal der Insolvenz begleitete, schreibt dieser Tage Quelle-Kunden an, um diesen ein Angebot zu unterbreiten.
Für eine Einmalzahlung von 27,- € sollen die Garantieansprüche durch die KarstadtQuelle-Versicherungen übernommen werden. Sie gehören inzwischen zur großen ERGO-Versicherungsgruppe und haben mit dem insolventen Handelsunternehmen nur noch den Namen gemein.
Fraglich ist in diesem Zusammenhang, ob sich diese Garantieübernahme für den Verbraucher überhaupt lohnt.
Sie ist mit keinem klaren ja oder nein zu beantworten. Unter anderem hängt die Antwort davon ab, um welchen Zeitraum die Garantie verlängert wird, wie hoch der Preis der Ware ist und wie dringlich sie gebraucht wird.
Die Garantieübernahme umfasst alle anfallenden Reparaturkosten, die durch Material-, Konstruktions-, Produktions- oder Werkstattfehler entstehen, nur jedoch so diese notwendig sind. Nicht versichert sind z.B. Schäden die nicht die Funktion beeinträchtigen oder die infolge betriebsbedingter Abnutzung auftreten. Anfallende Fahrtkosten werden unterdessen nur für Elektrogroßgeräte erstattet.
Grundsätzlich muss daher jeder Verbraucher selbst abschätzen, ob er sich gegen ein potentielles Schadensrisiko für einen Betrag von 27,- € absichern möchte oder auch nicht.
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