Ein höherer Anteil pflanzlicher Kost ist gut für die eigene Gesundheit, aber auch für das Klima und die Bekämpfung des weltweiten Hungerproblems, darauf weist die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein anlässlich des Welternährungstages (am 16.10.09) hin. Bei der Erzeugung von tierischen Lebensmitteln werden Tiere unter anderem mit Getreide, Kartoffeln oder Hülsenfrüchten gefüttert, die dem Menschen als direkte Nahrungsquelle dienen könnten. Das aufgenommene Futter benötigt das Tier überwiegend für seinen Stoffwechsel, d.h. es verwendet nur einen geringen Anteil der aufgenommenen Energie zum Aufbau von Fleisch oder zur Produktion von Milch und Eiern. So gehen 65 bis 90% der pflanzlichen Nahrungsenergie als sogenannte "Veredelungsverluste" verloren.
Würden diese Nahrungsmittel direkt auf den Tellern landen, könnten mehr Menschen mit Energie versorgt werden. Die gleiche Ackerfläche kann viel mehr Menschen ernähren, wenn die darauf angebaute Nahrung nicht den Umweg über die Tiere nimmt.
Mit dem Anbau von Getreide kann auf einem Hektar fünfmal mehr Eiweiß produziert werden als mit Viehzucht. Mit Hülsenfrüchten wäre die Eiweißmenge sogar zehnmal und mit Blattgemüse ganze 15-mal größer.
Hinzu kommt, dass mit steigendem Fleischverzehr auch der Bedarf an Futtermitteln und somit an Ackerflächen wächst, die allerdings begrenzt sind. Die Einfuhr von Futtermitteln wird notwendig und erfolgt meist aus Entwicklungsländern, die bereits Probleme mit der eigenen Versorgung haben. Weiden sowie Regen- und Urwälder werden zu Anbaugebieten für Futterpflanzen umgewandelt. Auch Wasser- und Energieressourcen müssen dran glauben.
Das Problem ist also ein Globales, muss aber unter Aspekten der Nachhaltigkeit regional angegangen werden, z.B. durch den Verzehr weniger tierischer Lebensmittel zu Gunsten von mehr pflanzlichen Lebensmitteln aus der Region. Es muss nicht jeder Vegetarier werden, aber der Anteil tierischer Produkte ist in entwickelten Ländern auch unter Gesundheitsaspekten zu hoch, da wäre weniger mehr.
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