Um die Rechte und Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher steht es nicht gut. Einerseits hinkt die Verbraucherpolitik den Megatrends Globalisierung, Liberalisierung und Deregulierung, demografische Entwicklung, Migration, Ressourcenverknappung und Klimawandel weit hinterher. Andererseits erschweren unredliche Geschäftspraktiken die Situation der Verbraucher. Gleichzeitig belastet die Komplexität und Intransparenz von Märkten die eigenverantwortliche Vorsorge der Verbraucher.
"Familien, Senioren, Kinder, Migranten und einkommensschwache Haushalte sind nicht nur gefordert, sondern zunehmend auch überfordert, wie wir in unserer Beratungstätigkeit täglich feststellen", so Stefan Bock, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.
Resultat der Überforderung im Konsumalltag sind Fehlentscheidungen mit schwerwiegenden persönlichen Folgen für Verbraucher aber auch für unsere gesamte Volkswirtschaft. Die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise ist nur ein Beispiel von vielen in den vergangenen Jahren.
Kein Wunder also, dass das Vertrauen der Verbraucher in Politik und Wirtschaft in den letzten Jahren stark gelitten hat. Folglich ist ein Zusammenspiel von tragfähigen gesetzlichen Regelungen und deren aktive Umsetzung sowie ein funktionierender behördlicher Verbraucherschutz notwendig. Dringend erforderlich ist weiterhin die Verbraucherbildung in Schulen, die präventive Informations-, Bildungs- und Beratungstätigkeit der Verbraucherzentrale vor Ort wie auch eine aktive Interessenvertretung der Verbraucher in Schleswig-Holstein.
Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein stellt im Folgenden einen Themen- und Fragenkatalog relevanter verbraucherpolitischer Handlungsfelder vor.
Die Beantwortung der Fragen ist nach unserer Auffassung ein wichtiger Beitrag zur verbraucherpolitischen Diskussion in Schleswig-Holstein.
Die Wahlprüfsteine umfassen die Themen:
Finanzmarkt, Datenschutz, Internet-Abzocke, Preise von Strom und Gas, Ernährung, Klimaschutz, Gesundheit u. Pflege, Verbraucherbildung, Verbraucherpolitik und Finanzierung der Verbraucherarbeit.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

PDF