Das tägliche Brot
Appetit ist ein Zeichen für Lebensfreude. Gegen das Nachlassen der Kräfte bleibt eine ausgewogene Ernährung die beste Medizin. Ein liebevoll gedeckter Tisch und schönes Dekor können dabei helfen, die Lust am Essen nicht zu verlieren. Nur wenige Faustregeln reichen aus – und schon wird das Essen zum treuen Verbündeten gegen Mangelerscheinungen und Krankheiten. Gerade älteren Menschen müsste eine vielseitige Ernährung eigentlich leichtfallen. Denn die traditionelle Mischung aus ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis sowie genügend Obst und Gemüse treffen genau ins Schwarze. Während der Nährstoffbedarf eines Menschen im Alter unverändert bleibt, sinkt der Energiebedarf. Mit einer sorgfältigen Auswahl gesunder, frischer Lebensmittel sind Senioren gut beraten. Leere Kalorienbomben in Form von Süßigkeiten und Knabberkram hingegen können ein Luxus sein, den man sich nur gelegentlich gönnen sollte.
Kleine Tipps für den großen Durst
Der Körper älterer Menschen braucht zwar in etwa so viel Flüssigkeit wie der jüngerer, doch das Durstgefühl nimmt mit den Jahren ab. Viele Senioren trinken sogar bewusst zu wenig. Männer haben Probleme mit der Prostata, ihnen bereitet das Wasserlassen Schmerzen. Frauen trinken oft nach dem Mittag nicht mehr, um sich den mühsamen nächtlichen Toilettengang zu ersparen. Doch zu wenig Flüssigkeit macht krank: Austrocknung verursacht Verwirrtheit, Müdigkeit, Kreislaufstörungen – und langfristig sogar Nierenversagen. Kleine Tricks und Trinkrituale helfen, das tägliche Pensum von 1,5 bis 2 Litern zu erreichen. Trinken soll Spaß machen, deshalb sollten immer die Lieblingsgetränke zur Hand sein. Wasser, Früchte- oder Kräutertees und Gemüse- sowie verdünnte Fruchtsäfte sind natürlich am gesündesten. Selbst Kaffee – bei Bedarf koffeinfrei – und Tee dürfen bei der täglichen Trinkration mit eingerechnet werden. Das Gerücht, dass sie dem Körper Flüssigkeit entziehen, ist längst widerlegt. Genauso wie die alte Behauptung, Getränke bei den Mahlzeiten seien ungesund. Unsinn! Zu jedem Essen gehört unbedingt ein Getränk. Nicht nur im Alter. Teure Extras sind oft überflüssig "Viel hilft viel" ist bei Nahrungsergänzungsmitteln eindeutig das falsche Motto. Neue Studien zu den Vitaminen A, E und Betacarotin zeigen, dass Überdosierungen sogar schädlich sein können. Deutschland ist kein Land der Mangelernährung. Auch im Alter kommt es nur in besonderen Situationen zu einer Unterversorgung. Etwa bei Menschen, die kaum noch in die Sonne gehen und denen dadurch das lebenswichtige Vitamin D fehlt. Fisch kann gegen Vitamin-D-Mangel helfen. Vielen Leuten, die keine Milchprodukte zu sich nehmen, kann es zudem an Kalzium mangeln. Und wer stark schwitzt oder auf Vollkornprodukte verzichtet, dem fehlt eventuell Magnesium. Über eine vollwertige Ernährung lässt sich aber jede Unterversorgung beheben. Die beste Nährstoffversorgung erfolgt noch immer über Lebensmittel. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung machen Ergänzungsmittel in der Regel überflüssig. Nur bei einem ärztlich festgestellten Mangel kann die Einnahme solcher Präparate sinnvoll sein.
Wichtig: Täglich sollten Sie 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen Sorgen Sie dafür, dass ihre Lieblingsgetränke stets im Haus sind Nehmen Sie bei jeder Mahlzeit ausreichend Flüssigkeit zu sich. Sie dürfen auch Kaffee und Tee mit in die tägliche Trinkration einrechnen
