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Das QS-Siegel der Qualität und Sicherheit GmbH

Innerhalb Deutschlands soll das QS-Zeichen für geprüfte Qualität stehen. QS bedeutet Qualität und Sicherheit und ist ein Siegel der drei Gesellschaften:
  • QS Qualität und Sicherheit GmbH
  • QS Fachgesellschaft Geflügel GmbH
  • QS Fachgesellschaft Obst-Gemüse-Kartoffeln GmbH.

Das QS-Siegel ist nach der BSE-Krise im Jahr 2001 entstanden. Ursprünglich für die Fleischproduktion entwickelt, werden seit 2004 auch frisches und verpacktes Obst, Gemüse sowie Kartoffeln mit dem Siegel versehen. Zum 1. Juli 2011 waren mehr als 12.000 Produzenten, über 500 Groß- und Fruchthändler sowie mehr als 10.400 Einzelhändler im Bereich Obst, Gemüse und Kartoffeln am Qualitätssicherungssystem beteiligt. zunehmend beteiligen sich auch ausländische Unternehmen; derzeit sind mehr als 3.700 Erzeuger vorrangig aus Europa im System integriert.

Die Qualitätssicherung im QS-System erfolgt stufenübergreifend. Beim landwirtschaftlichen Erzeuger angefangen, über den Großhandel bis hin zum Lebensmittelhandel wird zertifiziert und kontrolliert. Die Grundlage für die Vergabe des Siegels bilden bestimmte Anforderungen, die in den so genannten Systemhandbüchern beschrieben sind.
Abbildung des QS-Siegels
Erfüllt ein Betrieb alle Kriterien und Anforderungen und hat dies ausführlich dokumentiert, kann er das QS-Siegel erhalten. Die betriebliche Eigenkontrolle anhand von Checklisten ist das Fundament des Siegels. Die Eigenkontrolle wird regelmäßig von Zertifizierungsstellen überprüft. Bei Verstößen gegen die QS-Standards verfügt die QS GmbH über verschiedene Sanktionen – die härteste Strafe ist der Ausschluss des Betriebes und der Entzug des Siegels.

Die Anforderungen an den Pflanzenschutz bei den Erzeugern gehen kaum über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Geprüft wird vor allem, ob die staatlich vorgeschriebene "Gute fachliche Praxis im Pflanzenschutz" eingehalten wird. Im Rahmen der Qualitätssicherung wird ein Link öffnet in neuem FensterRückstandsmonitoring auf allen Stufen durchgeführt. Damit wird geprüft, ob die Höchstgehalte an Rückständen eingehalten werden.

QS schreibt die Anzahl zu untersuchender Proben je Mengeneinheit und Sorte vor. Dabei werden die unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten in Risikoklassen eingestuft, die sich am Anteil überschrittener Höchstgehalten orientieren. Kritische Produkte werden häufiger beprobt als unproblematische Produkte. Die erhobenen Untersuchungsdaten werden in einer zentralen Datenbank gesammelt, sie sind allerdings öffentlich nicht verfügbar. Nur zusammengefasste Ergebnisse werden publiziert. Im Jahr 2010 wurden circa 6.700 Proben in allen Produktionsstufen auf Rückstande untersucht. Davon wurden 0,9 Prozent beanstandet. Bei etwa 57 Prozent der Proben fanden sich Rückstände unterhalb des Höchstgehaltes; im Schnitt waren es 1,3 Wirkstoffrückstände.


Grundsätzlich ist das QS-Siegel begrüßenswert. Denn es stellt sicher, dass alle zertifizierten Teilnehmer wenigstens die gesetzlichen Bestimmungen einhalten. Das stufenübergreifende Rückstands-Monitoring ist eine zusätzliche private Kontrollinstanz, damit Rückstandshöchstgehalte sicher eingehalten werden.
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Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V., Andreas-Gayk-Straße 15, 24103 Kiel
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sh.de/link422531A.html