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Studienkredit

Studienfinanzierung per Kredit?

Miete, Lebensmittel, Handy, ab und zu mal Kino und jetzt auch noch Studiengebühren: Das Studentenleben ist gar nicht so billig und meistens sind die Ausgaben höher als die Einnahmen durch den Nebenjob. Da hilft oft nur, sich Geld zu leihen. Aber wo? Und worauf sollte ein Student achten, damit er am Studienende nicht auf einem Schuldenberg sitzt? Auch wenn es banal klingt: Wer keine Kredite aufnimmt, muss auch keinen Schuldenberg abbauen. Deshalb sollte ein Student alle Register ziehen, bevor er den Weg zur Bank antritt. Er kann seine Eltern oder Großeltern um Unterstützung fragen, mit den BaföG-Beratern reden und sich um Stipendien bei Stiftungen und bei der Hochschule bemühen. Oder um einen Nebenjob. Wer zum Beispiel an einem Lehrstuhl jobbt, bessert nicht nur seine Finanzen auf, sondern lernt dort auch vieles, was keine Vorlesung vermitteln kann, und knüpft gleichzeitig hilfreiche Kontakte.

Falls doch kein Weg am Kredit vorbeiführt: Ist ein Kredit nur für die Studiengebühren oder ein „Paket“, das auch die Lebenshaltungskosten finanziert, geeigneter? Das hängt vom individuellen Bedarf ab. Diesen kann man mit einer Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben ermitteln. Achtung: Auch unregelmäßige Ausgaben wie Fahrtkosten zu den Eltern oder Freunden einrechnen! Ansonsten hängen die Kosten der Lebenshaltung stark vom eigenen Einkaufsverhalten und Lebensstil ab. Tipp: Einen Monat lang alle Kassenbelege aufheben und die Ausgaben auflisten! So bekommst du einen Überblick darüber, wie viel du für was ausgibst und wo Einsparmöglichkeiten bestehen.

Und wenn Kredit: Wo? Bei einem privaten Kreditinstitut oder lieber bei der Landesbank?
Die Landesbanken finanzieren in der Regel nur die Studiengebühren zu relativ günstigen Konditionen. Wenn das reicht, sollte man nur diesen Kredit beantragen. Geht der finanzielle Bedarf über die Studiengebühren hinaus, ist es sinnvoll, mehrere Bankangebote mit dem Angebot der Hausbank zu vergleichen. Die Banken prüfen in der Regel das Kreditrisiko im Einzelfall und legen auf dieser Basis den Zins fest. Der Zins sollte über die Laufzeit fest vereinbart sein. Die Klauseln zur Rückzahlung genau durchlesen und bei Unklarheiten nachfragen. Am besten keine Versicherungen im Zusammenhang mit dem Kredit abschließen, weil sie unnötig oder überteuert sind.

Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V., Andreas-Gayk-Straße 15, 24103 Kiel
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sh.de/link339562A.html