Leider stehen der Verbraucherzentrale keine ausreichenden finanziellen Mittel mehr zur Verfügung, um diese wichtige Einrichtung fortzuführen. Dies wäre in Zukunft nur noch möglich, sofern sie ihre satzungsgemäßen Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger Schleswig-Holsteins massiv einschränken und zumindest an einigen Standorten Beratungsstellen aufgeben würde, um die Kostenlast aufzufangen. Das zuständige Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) lehnt eine Finanzierung des EVZ in Trägerschaft der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein ab, obwohl seit Jahren mehrheitlich Bundesbürger außerhalb Schleswig-Holsteins die Dienstleistungen der Kieler Einrichtung genutzt haben. Mit der Schließung des EVZ-Kiel ist jetzt keine einzige der 16 Verbraucherzentralen in den Bundesländern in der EU-weiten grenzüberschreitenden Verbraucherarbeit tätig.
Wir danken Frau Dr. Happach-Kasan (MdB) und Herrn Blumenthal (MdB) stellvertretend für alle Bundestagsabgeordneten aus Schleswig-Holstein herzlich für ihren unermüdlichen persönlichen Einsatz auf Bundesebene für den Fortbestand des Europäischen Verbraucherzentrums unter dem Schirm der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Leider hatten unsere gemeinsamen Bemühungen keinen Erfolg.
Alle Verbraucher, die Probleme mit ausländischen Anbietern und einer Niederlassung in Deutschland haben, können sich an die für sie nächstliegende Beratungsstelle einer Verbraucherzentrale wenden.
Sie finden sie
hier. Diejenigen Verbraucher, die Unterstützung bei Konflikten mit einem Anbieter im EU-Ausland ohne Niederlassung in Deutschland haben, sollten das Europäische Verbraucherzentrum in Baden-Württemberg oder deren neuen Standort in Kiel kontaktieren.
Die Kontaktdaten finden Sie
hier. Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
